Denkmal für einen Trinker

 

 

31. Mai Fronleichnam. Das „Denkmal für einen Trinker“ ist fertiggestellt. Und jetzt auch von der Straße gut zu sehen. Nachdem die Robinie sich als rechte Diva entpuppt hat („Nein, keine Leiter anlehnen!“, „Ich will keine Flaschen in der Krone!“) sind die übrigen Weinflaschen auf Zweigen in den Boden gesteckt. Und auch ein paar größere Wodkaflaschen haben ihren Weg auf Stöcke gefunden. Die Hasel ist voll!

Bis zu den Sommerferien bleibt das Denkmal stehen und es könnten noch Flaschen  hinzukommen. Solange sie weiter im Graben entsorgt und von mir eingesammelt werden. Im Juli wird dann alles wieder abgebaut.

Presse für besoffene Hasel

Am 5. Mai 2018 erschienen Bilder und Text von Holger Hackendahl. Vielen, lieben Dank für den ausführlichen Artikel, den der Hanauer Anzeiger ein paar Tage später ebenfalls abgedruckt hat! Außerdem großen Dank an Herrn Jaksch von den Straßenmeisterei und die Herren Rippert und Marschall vom Hanauer Ordnungsamt, die sich extra Zeit für den Ortstermin genommen hatten, um die Situation zu bewerten und daraufhin ihr Einverständnis für den Aufbau der Installation erteilt haben! Und natürlich der Stadt Hanau, dem Kulturdezernenten Martin Hoppe und Hessen Forst für die freundliche Unterstützung!

Erste Flaschen

Seit 4. Mai 2018 hängen die ersten Wodkaflaschen am Haselstrauch. Was in meinem Konzept und Entwurf noch als „ästhetisierter Müll“ kritisiert worden war, bei dem „kein Mensch an Müllvermeidung“ denken würde, sieht in der Realität nun regelrecht deprimierend aus: Der Strauch lässt unter dem Gewicht der kleinen Flaschen die Zweige hängen und schaut aus, als hätte er selbst die Nacht durchgezecht.

Meistens entwickelt ein Konzept während der Umsetzung ein Eigenleben und in diesem Fall drückt der Strauch nun mehr Gefühl aus der Entwurf hergegeben hatte.

#plogging und so

 

Auf dem Weg zur Arbeit im Wildpark fielen mir extrem viele Glasflaschen im Straßengraben auf.

#plogging, find ich gut, mach ich auch – dachte ich. Die mitgebrachten Taschen waren nach 5 Metern voll. Hauptsächlich mit zwei Marken.

Warum ist ausgerechnet auf Flaschen mit Hochprozentigem kein Pfand? Bis zu welcher Promille ist unser Umweltbewußtsein noch aktiv? Wie ist es allgemein darum bestellt?

Am Ende sind über 200 Flaschen zusammengekommen, die in ein Denkmal umgewandelt werden sollten.