Über mich

Für mich…

…ist Malen wie Eintauchen in ein Paralleluniversum. Die Zeit verfliegt und entschleunigt zugleich. Konzentration auf einen Punkt, einen Verlauf, neuen Strich. Die beste Achtsamkeitsübung der Welt!

Kreativität steckt in so vielen Dingen, die wir tun. Wir sind schöpferische Wesen – oft ohne es überhaupt zu merken: beim Aufräumen, Kochen und Spielen. Also ist jeder ein Künstler? Kommt Kunst von Können? Was macht Kunst zur Kunst?

Kommentar! –> post@kerstinlochner.de

Was ich weiß: An manchen Tagen muss ich eine Idee in ein Projekt verwandeln, ein Bild aus dem Kopf auf Papier oder Leinwand übertragen oder einfach meine Hände in Erde stecken. Und es gab Zeiten da haben mir Papier und Bleistift alles bedeutet, weil sie geduldig sind und zuhören. Ein leeres Blatt ist plötzlich gefüllt und was sich wie ein kurzer Moment angefühlt hat, sind Stunden gewesen.

Mein Studium an der Frankfurter Städelschule in freier Malerei, interdisziplinärer künstlerischer Arbeit und freier Kunst habe ich 2005 mit dem Meisterschülertitel/Diplom abgeschlossen.

Seit 2012 arbeite ich in der Alten Fasanerie Klein-Auheim als Wildparkführerin. Für die Fasanerie habe ich das Konzept der „Wilden Waldmaler“ entwickelt und die „Farbjäger“ für Zugpferd e. V. Wir arbeiten dabei in der Natur und mit natürlichen Materialien.

Seit 2014 bin ich Gesundheitstrainerin für Ernährung, um die Erlebnisführungen auf dem Hanauer Wochenmarkt auf ein solides Fundament stellen zu können.

Aktuell mache ich hier eine Ausbildung zur Wildnispädagogin.

Interdisziplinär ist so ein sperriges Wort. Aber ich mag es.

Wenn jemand fragt, was machst du eigentlich beruflich? Dann kann ich so viele unterschiedliche Tätigkeiten aufzählen, dass es mir selbst komisch vorkommt. Ich bin am liebsten im Atelier, im Wald oder in der Küche. Vielleicht haben die einzelnen Gebiete auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun. Aber dafür hat man sich ja irgendwann das Wort interdisziplinär ausgedacht. Im Wald kochen, im Atelier experimentieren, in der Küche malen,

Ich arbeite also in unterschiedlichen Bereichen und versuche Naturerlebnisse, Gestaltungsmöglichkeiten und eine gesundheits- und umweltbewusste Lebensweise miteinander zu verbinden. Kunst kommt von Können? In meinem Fall jedenfalls, kommt es von nicht-ohne-leben-können. Mich in Bildern oder Veranstaltungen oder was auch immer ausdrücken, ist Bestandteil meiner Persönlichkeit.

Waldmaler und Farbjäger

Die Wilden Waldmaler finden im Wildpark Alte Fasanerie statt und können über die Seite von Hessen Forst gebucht werden:

Hier ist der Link Wilde Waldmaler

Der Verein Zugpferd bietet Mülheimer Kindergärten, Schulen und Betreuungseinrichtungen das Programm „Farbjäger“ an:

Zur Homepage geht es hier: Farbjäger

Was mich betroffen macht, ist, wenn Kinder sagen: „Das kann ich nicht!“, bevor sie es überhaupt versucht haben. Offenbar hindert unsere Kinder eine hohe Erwartungshaltung. Bloß alles richtig machen, gleich beim ersten Versuch.

Bis zu einem bestimmten Alter spielt „Können“ gar keine so große Rolle. Das „Wollen“ steht im Vordergrund. Intuitiv probieren Kleinkinder aus, was ihnen Freude macht. Und lernen aus Rückschlägen. Diese Toleranz gegenüber Fehlern nimmt rapide ab, wenn Kinder in die Schule kommen und bewertet werden, Medien konsumieren, sich vergleichen und verglichen werden.

Die beiden Konzepte „Wilde Waldmaler“ und „Farbjäger“ setzen daher bewußt kein zeichnerisches, malerisches Können voraus, sondern lediglich die Lust am Gestalten und Experimentieren!

Die Natur stellt die Materialien und Raum zur Verfügung.

Und im Anschluss entscheidet jedes Kind darüber, ob es mit seiner Arbeit zufrieden ist oder nicht. Die Schubladen für richtig und falsch bleiben geschlossen.